Günter Keienburg, Ingenieur aus Düsseldorf, hat eine Bierdose aus Kartonverbund entwickelt, die nun beim Europäischen Patentamt in München als Patent angemeldet wurde. Keienburg, der früher beim Verpackungskonzern Diamond in New York tätig war, hatte bereits seit 1996 an einerneuen Verpackungsart für Gerstensaft gearbeitet. Der Rumpf der neuen Dose besteht aus einem nachwachsenden Rohstoff.
Der eingesetzte Zellstoff wird dabei den Angaben zufolge aus dem schnell wachsenden Pappelholz gewonnen. Lediglich Deckel und Böden bestehen noch aus Metall. Natürlich können die Dosen problemlos entsorgt werden. Außerdem sei ent entscheidend, dass die neue Dose über 60 Prozent preiswerter sein soll, als eine aus Metall. Die Brauerei Heineken will die neuen Bierdosen so schnell wie möglich einführen. Mittlerweile hat der Erfinder mit der Maschinenfabrik Hörauf in Donzdorf bei Göppingen, einem Hersteller von Spezialmaschinen, auch einen Partner gefunden, der die Dosen produzieren will. Das Problem, vor dem Keienburg stand, und das er mit Hilfe von Bernd Urban, Ex-Braumeister der sauerländischen Brauerei Veltins, und zwei weiteren Fachleuten gelöst hat, war die Erreichung der gleichen Haltbarkeit des Inhaltes in der neuen Verpackung wie in herkömmlichen Dosen. Für Milch und andere „stille Getränke“, es gibt es ja schon seit Langem Verpackungen auf Zellstoffbasis, nicht aber für kohlensäurehaitige Getränke, die ab einer bestimmtenTemperatur Druck in der Dose aufbauen.
Keienburg und seine Mitstreiter entwickelten deshalb eine Folie, die gleichzeitig geschmacksneutral, toxisch einwandfrei und widerstandsfähig ist und im Verbund mit dem Kartonkörper eingesetzt wird. Die damit hergestellten gefüllten Bierdosen wurden neun Monate getestet. Das Ergebnis war sehr gut: das Bier hatte keine aualitälseinbußen. Gegenwärtig denkt Keienburg über weitere Verwendungsmöglichkeiten nach.
Quelle: Fachzeitschrift Verpackungsrundschau 8/2010
















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Rainer Weichbrodt http://www.youtube.com/watch?v=iZAc36J4Glo&feature=player_embedded
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