Der Messerschwerpunkt Abfall und Recycling fokussiert sich stärker auf die Erzeugung von Biogas. Diese Option wird in Deutschland nach Angaben des Fachverbandes Biogas (Freising) bislang noch kaum genutzt. Von den bundesweit rund 4500 Biogasanlagen nutzen 95 Prozent landwirtschaftliche Substrate wie Gülle, Mist und Energiepflanzen. Kommunal eingesammelter Biomüll aus Haushalten oder organische Abfälle aus der Lebensmittelproduktion kommen bislang nur in begrenztem Umfang als Energiequelle zum Zuge.
Grund hierfür ist zum einen die schwankende Zusammensetzung dieser Inputstoffe, die für die Vergärungstechnologien eine besondere Herausforderung darstellt. Zum anderen müssen abgelaufene Lebensmittel und sonstige Speiseabfälle vor der Vergärung hygienisiert werden.
Nichtsdestotrotz hat sich in Deutschland und weiteren, vor allem europäischen Ländern eine Reihe von Unternehmen etabliert, die auch für kommunale und industrielle Bioabfälle Vergärungsverfahren anbieten. Ein bedeutender Teil von ihnen, so die Münchner Messe, wird auf der IFAT ENTSORGA Lösungen vorstellen. Dabei geht es nicht nur um die Optimierung von Gärprozessen oder um Wirkungssteigerungen bei der Gewinnung von Strom und Wärme über Blockheizkraftwerke. Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch die Aufbereitung des Biogases auf Ergasqualität, so dass es direkt ins Erdgasnetz eingespeist werden kann. Laut Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES (Kassel) waren im November 2009 europaweit mehr als 80 Biogasaufbereitungsanlagen in betrieb. Hiervon speisten nach Informationen der Deutschen Energie Agentur (Dena, Berlin) 44 Anlagen das aufbereitete Biogas in öffentliche Gasnetze ein.
Quelle: Fachmagazin “Entsorga”, Auszug aus dem Artikel “Rundum komplett”
















Friday, February 3rd at 17:00
Tuesday, January 31st at 22:53





Rainer Weichbrodt http://www.youtube.com/watch?v=iZAc36J4Glo&feature=player_embedded
Monday, January 30th at 24:00