Osnabrück. Die Rohstoffe auf der Erde werden knapp. Die natürlichen Vorkommen einiger Metalle, die für Hightech-Produkte gebraucht werden, sind bald erschöpft – deutlich früher als Erdöl. Dann könnte die Müllhalde zu einer Goldgrube werden. Experten sprechen von „urban mining“, Bergbau am Stadtrand. Wissenschaftler untersuchen, was auf den Müllkippen zu holen ist. Für die Deponie Reiskirchen können die Gießener Müllforscher inzwischen ziemlich genau Zusammensetzung und Wert beziffern. Sie erwarten dort über 35000 Tonnen an Metallen, rund 70000 Tonnen Papier, Pappe und Karton, etwa ebenso viel Kunststoff und noch mehr Glas. Den Metallwert schätzen die Wissenschaftler auf derzeit 15 bis 30 Millionen Euro, verheizbares Material im Wert von 10 bis 50 Millionen. Dazu kämen bei einer systematischen Gewinnung der Wertstoffe Einsparungen für Abdichtung und Deponienachsorge. Unterm Strich 65 bis 120 Millionen Euro.
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Rainer Weichbrodt http://www.youtube.com/watch?v=iZAc36J4Glo&feature=player_embedded
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